26 | 02 | 2024

Wetter. Der Dezember 2011 war mäßig kalt mit vier leichten Frostnächten und keinem Tagesfrost. Das änderte sich erst ab Mitte Januar. Bis Mitte Februar gab es strenge Nachtfröste. Vom 31. Januar bis 14. Februar rutschten die Nachttemperaturen immer unter minus zehn Grad Celsius. Die kälteste Nacht war am 12. Februar mit minus 20,6 Grad Celsius.

In acht Nächten gab es Temperaturen unter minus 15 Grad Celsius. Erst ab Mitte Februar schafften es die Tagestemperaturen wieder über den Gefrierpunkt. Mitte März begann eine deutlich zu warme Periode mit 15 Tagen über 10 Grad Celsius, davon 3 Tage über 20 Grad Celsius und 5 Tage knapp darunter. 72 Liter Niederschlag im Januar fielen als Schnee. Das war ungewöhnlich viel Schnee in diesem Winter. 35 Liter im Februar und 21 Liter im März waren zu trocken für die Jahreszeit.
 
Dies setzte sich mit nur 36 Liter im April fort. Dafür kletterten die Temperaturen ab 9. April täglich über 10 Grad Celsius. Vom 26. April bis 2. Mai waren die Temperaturen sommerlich warm und der Spitze am 2. Mai mit 30,9 Grad Celsius. Der Rest des Mai blieb warm bis sommerlich warm mit 51 Liter Niederschlag an wenigen Tagen. Dieser Wetterverlauf setzte sich im Juni fort, aber mit reichlichen 80 Liter Niederschlag an 20 Regentagen. Auch der Juli war sehr warm mit 9 sommerlichen Tagen und vier aufeinander folgenden Tagen mit über 30 Grad Celsius Ende Juli. Der August war heiß. An 14 Tagen kletterten die Temperaturen über 25 Grad Celsius, an 2 Tagen über 30 Grad und an 2 Tagen über 35 Grad Celsius. Am 19. und 20. August wurden 35,6 und 38,5 Grad Celsius gemessen. An 13 Regentagen vielen reichliche 87 Liter. Dafür waren der September und Oktober mit 43 und 28 Liter wieder zu trocken. Die Temperaturen im September waren normal und im Oktober etwas zu kalt.
 
Vegetation. Der strenge Frost im Februar führte zu Winterfrostschäden in schlechten Lagen in Sachsen. Die Stadtnähe des Weinberges am Lingnerschloss verschonte uns. Der deutlich zu warme März und die leicht zu warmen Monate April und Mai führten zu einem zeitigem Austrieb in der ersten Aprilwoche. Es gab keine Spätfröste. Die Blüte begann beireits in der ersten Juniwoche. Die hohen Niederschläge von Juni bis August führten zu einem guten Wachtum der Triebe. Bereits in der letzten Juliwoche begannen die Beeren anzufangen zu reifen. Verbrennungen an Beeren entstanden an den beiden Tagen im August mit Temperaturen über 35 Grad Celsius. Der Vegetationsvorsprung von 14 Tagen blieb das gesamte Jahr bestehen.
 
Befallsdruck. 270 Liter Niederschlag in den drei Sommermonaten und die hohen Temperaturen führten zu einem hohen Befallsdruck. Oidium um Peronospora konnte festgestellt werden. Größere Schäden entstanden nicht.
 
Lese. Die Lese begann Mitte der dritten Dekade im September und endete am 18. Oktober mit dem Riesling. Die Mengen waren durchschnittlich. Die Mostgewichte lagen mehrheitlich im Prädikatsweinbereich. Insbesondere der Riesling dankte uns die lange Vegetationsperiode mit 89 Grad Oechsle und auch in der Menge. Kerner (86 °Oe) am 26.9., Weißburgunder am 29.9. (80 °Oe), Grauburgunder am 3.10. (96 °Oe), Riesling am 12.10. und 18.10. (89 °Oe)

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