26 | 02 | 2024

In der Tagespresse taucht 1881 auf, daß der Jean Scherbel seine Fabrik auf dem Renz'schen Grundstück errichten möchte. Die Adressbücher bestätigen dies nicht. Den Bericht der "Expedition: Dresden, kleine Brüdergasse 10" der "Deutsche Reform. Organ der Deutschen Reform-Partei." als falsch hinzustellen, ist dennoch nicht empfehlenswert. Von 1856 bis 1866 steht C. Renz (Circus Renz) als Eigentümer des Kataster 714 R, später 870, in den Adressbüchern und von 1867 bis 1872 E. Renz (Ernst Renz).

Erwähnungen

Der olympische Circus von E. Renz. Diese vorzügliche Gesellschaft, deren Abendunterhaltungen für Dresden im besten Andenken stehen, wird uns in kurzer Zeit wieder mit ihren Productionen der höhern Reitkunst und edlen Pferdedressur erfreuen. Schon am Ende dieses Monats werden die Vorstellungen ihren Anfang nehmen, und wir machen auf dieses wechselvolle Vergnügen die schaulustigen Bewohner unserer Residenz im Voraus aufmerksam. Den Zeitungsberichten aus Bremen und andern sichern Quellen zufolge läßt sich mit Bestimmtheit versichern, daß Herr R e n z nicht nur seine besten Mitglieder in dieser stürmischen Zeit behalten, sondern seine Gesellschaft noch durch mehrfache Acqusitionen ersten Ranges glänzender und wahrscheinlich zur completesten gemacht hat, die gegenwärtog existirt. Es wird daher dem lobenswerthen Geschmacke der Direction diesmal noch leichter werden, die reichhaltigen Darstellungen noch durch vielfätigere Changéments pikanter und trefflicher auszuschmücken, und ihnen somit immer einen neuen anziehenden haut goùt der Sehenswürdigkeit zu verleihen. Auch das bunte und lustige Charivari der Komik hat durch den bekannten Kúnstlernamen des Herrn Kobald an Wechsel ergötzlich gewonnen. Wir empfehlen ferner noch der Beachtung des Publicum die Herren Carré, Felix und Leonhard von den Champs élisées zu Paris, und die Damen: Dem. Bresdorff und Josephine und Mad. Leonard und Carré 8früher unter dem Namen Käthchen Gärtner bekannt). Die einzelnen Lesitungen dieser Persönlichkeiten werden sich bald selbst empfehlen, und wir überlassen es dem Publicum, darüber mit uns zugleich zu urtheilen.
   Die beiden wesentlichsten Theile einer Kunstreitergesellschaft sind Menschen und Pferde, und besaß Herr Renz schon früher eine bedeutende Anzahl fein dressirter Schulpferde von der schönsten und edelsten Race, so hat sich jetzt auch hierin sein Fonds noch vergrößert. Von diesen vierbeinigen Studenten der Renz'schen Universität werden uns in öffentlichen Blättern der Trakehner Hengst Mirza, der Türke Jussuf, der Araber Mac-Donald und Miß Mylady mit Rühmen genannt
   Ein Blick von außen auf den geräumigen Circus flößt uns das behagliche Gefühl von Oefen und von einem regenfesten Ziegeldache ein, wodruch alle Gänsehaut des Winterfrostes augenblicklich verschwinden. Wir wünschen gar sehr, daß allabendlich ein zahlreicher Besuch neben dem Vergnügen eines uralten, aber immer neuen weltbeliebten Genusses auch diese lobenswerthen Bequemlichkeiten freudig entgegennehmen werde. Dresden war immer ein passender Ort, um das Ausgezeichnete aufzufinden und mit lebhaftem Antheile zu belohenen.
[] Dresdner Journal und Anzeiger, No. 239, Sonnabend 25. November 1848 google books

Direktor Renz, der bekannte Inhaber der ersten deutschen Kunstreitergesellschaft, läßt sich jetzt in der Nähe von Dresden, am Wege nach dem Waldschlößchen, eine schöne Villa bauen, um sich später dort behaglich zur Ruhe zu setzten.
[] Augsburger Tagblatt, No. 219 10. August 1856 google books

(Direktor Renz.) Auswärtigen Blättern zufolge lässt der Direktor Renz bei Dresden, am Wege nach dem Waldschlößchen, sich ein Landhaus bauen, das noch diesen Sommer fertig werden soll, um sich dahin später vom Geschäft zurückzuziehen.
[] Wiener Courier, Nr. 203, Donneratag, den 28. August 1856 google books

C i r c u s v o r s t e l l u n g e n werden gewöhnlich in einer, auf dem ehemaligen Jüdenteiche erbauten Bude gegeben; ein besonderer Circus besteht noch nicht, und das Unternehmen der Actiengesellschaft "Ossian" ist nicht zur Ausführung gekommen. Die Gesellschaften (gewöhnlich Renz oder Wollschläger), sowie die Preise der Plätze sind veränderlich; letztere liegen meist zwischen 5 Ngr. und 1 Thlr.
[] Zuverlässiger Wegweiser für DRESDEN, dessen Umgebung und die Sächsisch-Böhmische Schweiz. ... Verlag von Theobald Grieben, Berlin 1857 google books

Promenaden, Vergnügungsorte. ... Auf dem rechten Ufer der Elbe sind: ... Krafft's Restauration, (früher Felssner's), aüssere Bautznerstr. 22, 1851 erbaut, der besuchteste Vergnügungsort, und der einzige, wo alle Stände sich einfinden, dicht an der Elbe, mit schönem Blick nach den mit Landhaüsern bedeckten Loschwitzer Höhen und auf die Stadt. Auf der Plattform hat man eine überaus reiche Umsicht der Gegend. Das der Krafft'schen Restauration gegenüberliegende Gebäude mit Thurm (aüssere Bautznerstr. 16) gehört dem bekannten Kunstreiter Renz. - Nahe dabei liegt
   das Waldschlösschen, eine 1838 auf Actien erbaute, grossartig eingerichtete Brauerei bairischen Bieres, "Waldschlösschenbier", von dem jährlich an 70,000 Eimer gebraut werden. Die Einrichtung ist sehenswerth. - Auf der Terrasse vor den Gebäuden, wo die Gäste sich versammeln, hat man  einen schönen Umblick.
   Die Saloppe, eine Viertelstunde vom Waldschlösschen. Einfach ist hier die Wirthschaft, aber bis zu den den höheren Ständen hinauf die Sitte allgemein, zum Genuss von Kartoffeln im Herbst sich einzufinden. Die Umsicht ist weit und prachtvoll, kein anderer der öffentlichen Orte des linken Elbufers bietet eine ähnliche dar. In einem weiten Bogen strömt die Elbe an den mit Weinberghäusern bedeckten Anhöhen zu den Füssen des Schauenden nach dem sich rechts ausbreitenden Dresden. Links sieht man  den Lilienstein, den Königstein, den langen Schneeberg und näher Schloss Sonnenstein. Im Süden ragen über die mit vielen Dörfern geschmückten Höhen die Kuppen des Wilisch, Geising und des Kahlenberges hervor. Rechts zeichnet sich der, seinen Fuss in den Plauenschen Grund streckende Windberg mit seinen Dampfmaschinengebäude aus. - Unmittelbar neben der Saloppe liegt die A l b r e c h t s b u r g. (S. 29) ...
   Die Albrechtsburg. Prinz A l b r e c h t von Preussen erkaufte 1849 den, wegen seiner reizenden Lage allbekannten F i n d l a t e r'schen Weinberg undl liess auf demselben zwei schlossähnliche Gebaüde erbauen und sie mit höchst geschmackvollen Park-Anlagen umgeben. Diese Gebaüde, in einem schönen Styl gehalten, bieten bei ihrer hohen und freien Lage den Beschauer nach allen Seiten hin einen schönen Anblick dar und sind eine wahre Zierde der Landschaft. - Ohne speziell eingeholte Erlaubniss ist die Besichtigung nicht gestattet. ...
[] Dresden, seine Umgebung und die sächsische Schweiz. Ein Führer für Reisende von Friedrich Gottschalck. Siebente Auflage. ... Verlag von H. M. Gottschalck. Neumarkt 5. Dresden 1859. Seite 114 google books

Dresden. Stadt- und Landschaftsbilder. (Schluß). ... Denn kaum sind wir fünf Minuten, etwa bis zum "Waldschlößchen", gegangen, so tritt von links und rechts, von den Hügeln herunter und vom Elbstrome herauf, der Wald bis dicht an die Landstraße heran und gibt uns bis vor Loschwitz das Geleit ... Um uns aber überall nach unserer Bequemlichkeit umsehen zu können, lassen wir den Omnibus, der von früh bis spät Abends jede halbe Stunde von der Brücke am Schloß bis zum Waldschlößchen hin und zurückfährt und an mehreren dieser Lokale anhält, ruhig an uns vorbeipassiren und verlassen uns auf unsere eigenen Füße. Nur einzelne allgemeine Bemerkungen möge es erlaubt seyn, zur besseren Orientiirung voranzuschicken.
   Fast ohne Ausnahme liegen diese öffentlichen Vergnügungsorte zu unserer Rechten, also nach der Elbe hinaus, und erstrecken sich deßhalb vorn von der Straße bis, auf der entgegengesetzten Seite, zum Strom, wo der Garten oder Weinberg mit sanfter Neigung in's Thal hinabsteigt und der Blick über den Fluß und seine Uferlandschaft hinausschweift. Von beiden Seiten, oben von der Straße und unten vom Elbwege her, kann man in jedes dieser Lokale eintreten. ...
   Es folgt am Anfang der Schillerstraße das berühmte "L i n ck's ch e  B a d," bei welchem sich übrigens Name und Bestimmung keineswegs entsprechen, ... "Das Bad" ist vorherrschend der Sammelplatz der Aristokratie, sowohl der Geburts- wie der Bildungsaristokratie, die Arena der besten Concerte, die Dresden besitzt, der glänzendsten Festessen. ...
   Zur Abwechslung mache ich den Besucher auf ein Gebäude anderer Art aufmerksam. Gehen wir nämlich auf der Schillerstraße weiter, so fällt uns linker Hand ein schönes Gartengrundstück mit imposantem Wohnhause auf: es ist die V i l l a  R e n z, desselben Renz, der als homerischer Rossebändiger eine europäische Berühmtheit erlangt hat. Als Bürger von Dresden hat er sich - oder besser, seiner Familie - diesen geschmackvollen Landsitz gebaut, da er selbst meist abwesend ist, indem er mit seiner Gesellschaft die Hauptstädte, die großen Messen und Märkte des Continents bereist. Da ist immer nur der flüchtige, leicht gebaute Brettercircus sein Haus, seine Rennbahn; hier am Orte hat er ein um so solideres Wohnhaus, unbestritten von sämmtlichen Anlagen in der Nähe Dresdens die architektonisch schönste. Schon der Garten vor dem Hause macht durch seine einfache Gruppirung, durch ausländische Gewächsstauden in dem breiten Rasen den Eindruck der Freiheit, des edlen Geschmacks. Man sieht, hier haben Berlins kunstsinnige Hände gewaltet, der schöpferische Geist Lennés hat hinter dieser Anlage gestanden und stillschweigend seine Gesetze diktirt, seine Linien gezogen. Auch beim Wohnhause dürfte der Einfluß Strack'scher Vorbilder bestimmend gewesen seyn. Allerdings hat es etwas befremdliches, dem normannischen Burgenstyl in einem Privathaus, in einem Sommersitz zu begegnen, den wir uns doch so idyllisch, so naturverwandt als möglich, also etwas im Schweizerstyl construirt denken. Nun, wenn das Privathaus so hoch, so in die freie Natur hinaus gerückt liegt, wie die Renz'sche Villa, daß man lebhaft an die Lage der alten Raubschlösser und Ritterburgen auf Bergzinnen und Felsvorsprüngen erinnert wird, dann wird man auch wohl mit dem Styl des mitteralterlichen Burgbaus und unter anderem auch mit dem Warththurm auf der Mitte des flachen Daches einverstanden seyn, worin sich der imposante Bau seinen charakteristischen Abschluß gibt.
   Gerade gegenüber der renz'schen Villa liegt K r a f f t s  R e st a u r a t i o n, im Volksmunde gewöhnlich "Kraffts" genannt. Um dieses Lokal leuchtet kein Glanz einer historischen Vergangenheit, vielmehr ist hier Alles Gegenwart, Modernität, augenblicklicher Genuß. Das Lokal ist durchaus anständig und empfängt in seinen Räumen täglich zahlreiche Besucher aus den gebildetsten Ständen; daneben aber hat es den Vorzug, auch bürgerlich, selbst volksthümlich zu seyn, ...
   Ganz ähnlich verhält sich's mit dem Waldschlößchen, wohin unsere weitere Wanderung uns führt. Auch hier sitzen vornehme und kleine Leute brüderlich durch einander. Man hat von diesem Lokal, so lange man es nicht aus Anschauung kennt, gewöhnlich eine falsche Vorstellung, zu der der name selbst verleitet. ...
   Mit dem "Waldschlößchen" nun aber schließt sich die freie Aussischt für den Wanderer, er schreitet von jetzt an zwischen Gärten und Wald weiter, zunächst am E l y s i u m vorüber, das früher gleichsam ein öffentliches Lokal war, jetzt aber eine Privatbesitzung ist und während des letzte Sommers von dem Fürsten Thurn und Taxis bewohnt wurde. Das Wohnhaus, noch höher als das Waldschlößchen gelegen, ist nicht von Bedeutung, obwohl der Blick, bei der freien Lage hart über dem Elbufer prachtvoll seyn muß, wohl aber der Garten, der etwas von den schwebenden Gärten der Semiramis hat. ...
   Sehr im Widerspruch hiermit steht das nächste und letzte Restaurationslokal, wenigstens seinem Namen nach. S a l o p p e, vollständig "bretterne Saloppe," nennt sich diieser Vergnügungsort, jedenfalls mit offenherziger Hinweisung auf seine frühere Gestalt, da es ursprünglich nur eine hölzerne Blockhütte war und somit ein höchst patriarchischer Aufenthalt für seine genügsamen Gäste, eine Restauration gleichsam in den Windeln, im Regligé. ...
   Mit der "Saloppe" hört die Reihe der öffentlichen Lokale auf und es folgt nur noch der ehemalige "Findlatersche Weinberg," jetzt die Besitzung des Prinzen Albrecht von Preußen mit dem stolzen S ch l o ß, das sich nach der Straße heraus in seiner ganzen Schönheit präsentirt. Uebrigens hat es etwas Niederschlageendes, den Eingang nicht von Schildwachen, sondern nur von unschuldigen Lakaien gehütet zu sehen, die hier an Sommertagen behaglich auf Stühlen vor der Thür sitzen und die Spaziergänger mustern. Denn selten nur ist der Prinz anwesend und das Dienstpersonal lebt auf seinen Sinecuren gute Tage. Zwei andere, noch weiter hinausliegende Schlösser oben am Berge, ebenfalls Privatbesitzungen, sind nur von der Elbseite her sichtbar. Darunter schaut besonders das eine im Burgenstyl, mit Zinnen und Eckthürmchen und Balkonen, gar trotzig auf die Landschaft hinunter, und der eine der hochragenden Thürme tritt so keck über den Abhang vor, als ob er den feindlichen Angriff zuerst zurückschlagen wollte - ein vollständiges Stück Mittelalter in moderner Rüstung, eine kriegerische Zwingburg, wie verwundert in das friedliche Thal hinabblickend. ...
[] Morgenblatt für gebildete Leser. Vierundfünfzigster Jahrgang. Verlag der J. G. Cotta'schen Buchhandlung. Stuttgart und München. Nr. 49 2. December 1860 google books

Wie Renz Kunstreiter wurde. Der Zirkus des Herrn Ernst Renz in Wien, übt auch heuer seine Anziehungskraft wie in den Vorjahren.
   Wenn man erwägt, wie wenig es andern Direktoren dieses Genre's gelungen ist, in Wien dauernde Erfolge zu erringen, so muß die große Theilnahme des hiesigen Publikums für die Vorstellungen des Renz'schen Zirkus ihren besonderen Grund haben. Dieser ist: seine Energie, seine Erfahrung und unvergleichliche Sachkenntniß. Er ist nicht bloß ein Geschäftsmann, auch nicht, wie andere Direktoren, nur Sachverständiger ohne Geschäftskenntniß, sondern er vereinigt in sich alle Eigenschaften, welche zu einer guten Direktionsführung erforderlich sind. Seine Lehrmeister waren seine Lebensschicksale. Er hat es sich müssen sehr sauer werden lassen, um die ehrenvolle Stellung zu erreichen, welche er gegenwärtig einnimmt.
   Ernst Renz, ein geborener Badenser, dessen Vater demselben Fache angehörte, wurde schon als sechsjähriger Knabe dem ehemaligen berühmten Kunstreiter-Direktor M a x w a l d zur Ausbildung übergeben und durchzog mit diesem Frankreich, Deutschland und Holland. M a x w a l d 's Frau, welche sich als Seiltänzerin auszeichnete, und in der Besteigung des Thurmseiles großes Staunen erregte, leitete die Direktionsgeschäfte mit musterhafter Ordnung und sorgte ganz besonders auch für den ihr anvertrauten Knaben, der sich sehr bald in allen Künsten hervorthat und die Liebe des M a x w a l d 'schen Ehepaares in einem Grade erwarb, daß er sowol bei den Mitgliedern der Gesellschaft, als auch beim Publikum für dessen Sohn galt, ja sich selbst dafür hielt, indem er seine wirkliche Abkunft vergessen hatte.
   Als vermeintlicher Sohn des Direktors wurde er schon in frühester Jugend in den Geschäftsbetrieb eingeweiht, und namentlich hatte er die Aufgabe, in denjenigen Ortschaften, an welchem die Gesellschaft Vorstellungen zu geben beabsichtigte, die polizeiliche Erlaubniß vorher zu ermitteln. Als Renz etwa 13 Jahre alt war, fand die Frau des Direktors M a x w a l d durch einen Sturz vom Thurmseile zu Hannover ihren augenblicklichen Tod. In Folge dessen gerieth das Geschäft gänzlich in Verfall; die Gesellschaft verringerte sich immer mehr und bestand zuletzt nur noch aus M a x w a l d, dem Knaben Ernst und zwei anderen Kindern. M a x w a l d hatte sich einem unordentlichen Lebenswandel ergeben und nach und nach sämmtliche Pferde und die zum Geschäfte gehörigen Requisiten bis auf ein kleines Spannseil veräußert. Unter solchen Umständen hatte sich die Lage der drei Kinder, die nicht selten an dem Nothwendigsten Mangel litten, sehr verschlimmert, bis dieselbe durch den Tode des vermeintlichen Vaters eine andere Gestalt erhielt. M a x w a l d gab - es war im Anfange der zwanziger Jahre - in dem eine halbe Stunde von Göttingen entfernten Orte Geismar unter der sogenannten "grünen Linde" mit den drei Kindern Vorstellungen im Seiltanz und in der Gymnastik. Die Göttinger Studenten, welche ihre Zusammenkünfte in einer andern "Kneipe" gehalten hatten, verließen dieselbe und zogen nach der "grünen Linde," um sich an den Vorstellungen der Seiltänzer zu belustigen. Das erregte den Neid und Unwillen ihres früheren Gastwirths und man hatte diesen im Verdachte, daß er die Arbeiter gedungen habe, die mit ihren Aexten das Seil zerhieben, auf welchen M a x w a l d eben tanzte. Von dem zusammenstürzenden Untergestell erhielt dieser einen tödlichen Schlag gegen den Kopf. Die Studenten fielen über die gedungenen Arbeiter her, von denen einer im Tumulte erschlagen und die beiden andern übel zugerichtet wurden. Die nunmehr ganz verlassenen drei Kinder, welche sich für verwaiste Geschwister hielten, begaben sich darauf nach Hannover und erfuhren erst von der dortigen Polizeibehörde, in deren Hände die von M a x w a l d hinterlassenen Papiere gelangt waren, ihre wirkliche Abkunft. In ihrer gänzlichen Hülflosigkeit wurde ihnen gestattet, in Hannover einige Vorstellungen zu geben, d. h. ihre Kunststücke zu produziren, und damals figurirte der dreizehnjährige Knabe E r n st  R e n z, als der älteste und geschickteste von ihnen, zum ersten Male als wirklicher Direktor.
   Mit vollen Taschen verließen die drei jugendlichen Künstler Hannover und begaben sich nach Rostock. Auch dort wurden sie vom Glück begünstigt, dergestalt, daß der kleine Direktor, welcher sich immer ein Pferd gewünscht, einen tüchtigen Mecklenburger ankaufen konnte. In der Dressurmethode war er von M a x w a l d bereits gründlich unterrichtet, ein tüchtiger Sattel- und Kunstreiter war er ebenfalls schon; es hatte also nur an dem Rosse gefehlt. Dieses war in kürzester Frist so vortrefflich eingeschult worden, daß es an einem und demselben Abende zuerst als Manége-Pferd erschien, auf dessen Rücken das jugendliche Trisolium Sauts perilleux und graziöse Tänze ausführte, dann von dem Direktor als in der Freiheit dressirt vorgeführt und zuletzt von demselben als Schulpferd in der Laute école geritten wurde.
   Die Direktion machte jetzt wegen der größeren Mannigfaltigkeit der Vorstellungen noch glänzendere Geschäfte als plötzlich die Eltern der beiden andern Kinder erschienen und durc deren entführung die kleine Gesellschaft sprengten. Der verlassene Knabe E r n st, welcher damals etwa 15 Jahre alt war, zog nunmehr mit seinem klugen Rosse gegen Magdeburg, wo eben der berühmte Direktor d e  B a ch mit seiner Kunstreiter-Gesellschaft Vorstellungen gab. Nachdem er das Pferd in einem kleinen Ausspanne der Vorstadt Sudenburg untergebracht hatte, suchte er sofort den d e  B a ch im Cirkus auf. Dieser musterte den kecken Burschen mit mißtrauischen Augen, ließ ihn aber dennoch auf der Stelle einige Proben von seiner Geschicklichkeit ablegen und war davon überrascht, daß sofort ein Engagement zwischen Beiden verabredet wurde. Schüchtern äußerte der Knabe zuletzt noch, er besitze auch ein dressirtes Pferd.
   "Auch ein Pferd hast du Junge!" sagte d e  B a ch verwundert; "hole es sogleich her und zeige, was es kann." In kürzester Frist war E r n st  R e n z mit seinem Mecklenburger zur Stelle; d e  B a ch musterte die Figur desselben und war nicht wenig erstaunt über den Geschmack und die Kennerschaft des Knaben; als aber erst das Pferd sich in allen seinen Leistungen gezeigt hatte, steigerte sich das Staunen d e  B a ch 's bis zum Enthusiasmus. Noch an demselben Abende mußte R e n z als Trambolin-Springer, Force-Reiter und Gymnastiker debütiren und auch seinen dressirten Mecklenburger, der nunmehr einen hochklingenden Namen erhalten hatte, dem Publikum vorführen. In allen seinen Leistungen erhielt er rauschenden Beifall. Er war entschieden das beste Mitglied der d e  B a ch'schen Gesellschaft.
   Nach anderthalb Jahren verließ er dieselbe und nahm ein Engagement beim Direktor B r i l l h o f an, dessen Vertrauen er sich sehr bald in einem solchen Grade erworben hatte, da´ß ihm die Leitung der Geschäfte fast gänzlich überlassen wurde. Mit der B r i l l h o f 'schen Gesellschaft kam R e n z zum ersten Male nach Berlin, seine damaligen ausgezeichneten Leistungen sind noch in frischem Andenken. Nachdem B r i l l h o f in Folge eines Sturzes mit dem Pferde in Erfurt gestorben war, gründete R e n z unter seinem eigenen Namen eine Gesellschaft und gab mit ihr zuerst in Naumburg, dann in Breslau, Dresden u. s. f. Vorstellungen. Als er auf dem Wege nach München in Nordhausen eingetroffen war, begegnete ihm das Unglück, daß ihm sämmtliche Mitglieder seiner Gesellschaft von dem nach Holland reisenden Kunstreiter-Direktor S o u l i é entführt wurden, welcher dieselben mit dem freilich später nicht gehaltenen Versprechen hoher Gagen an sich gelockt hatte. R e n z stand jetzt mit seiner Frau und dem ihm allein treu gebliebenen S ch u m a n n, welcher damals Jongleur war, allein da. Dieses scheinbare Unglück, so unangenehm er augenblicklich auch davon berührt wurde, begründete seinen späteren Wohlstand. Er setzte frohen Muthes mit seiner Frau, S ch u m a n n und seinen schönen Pferden seine Vorstellungen fort, ging sogar nach München, ohne neue Engagements abzuschließen, hatte enorme Einnahmen, die sämmtlich mit Ausnahme der an S ch u m a n n zu zahlenden Gage in seine Tasche flossen und von ihm weislich als Reserve-Kapital angelegt wurden, um im Falle eintretender Kalamitäten auf dasselbe zurückweisen zu können.
   Im Winter von 1843 - 44 kam R e n z mit einer neu rekrutirten Gesellschaft nach Berlin und gab in der Sofienstraße Vorstellungen. Später erhielt er die Erlaubniß, einen Bretterzirkus auf dem Dönhofs-Platze zu errichten, siedelte demnächst in den G r o ß k o p f 'schen Zirkus in die Charlottenstraße über, bis ihm das gegenwärtige prachtvolle Lokal in der Friedrichsstraße übergeben wurde, nach dessen Muster R e n z auf seine eigene Rechnung auch in Wien einen Zirkus hat errichten lassen, wo er seitdem alljährlich einige Monate hindurch mit großem Beifall Vorstellungen gibt.
   Es ist einleuchtend, daß R e n z in einem so ereignißreichen Leben diejenigen Erfahrungen und Kenntniße einsammeln konnte, welche zur Leitung eines Institutes, wie das seinige, erforderlich sind. Durch die reichhaltigen Erlebnisse während seiner langen Laufbahn geschult, bringt ihn so leicht kein Unfall außer Fassung. Wie B e n  A l i b a kann er sagen: "Alles schon dagewesen." Natürlich verleiht die eigenthümliche Lebensweise des Berufs, die Art der Beschäftigung, die Lebensstellung mit allem, was dazu gehört, dem Charakter eine ganz besondere Färbung. Um so hoher ist es anzuschlagen, daß R e n z bei alledem als allgemein geachteter Mann dasteht. W.C.
[] Oesterreichische Turner- Schützen- & Sänger-Zeitung, Nr. 5 1. Jahrgang, Samstag, den 29. November 1862 google books

Dresden. Das Festliederheft ist fertig, umfaßt 132 Quartseiten, ist mit geschmackvollem Umschlag ausgestattet und wird schon versendet. Das officielle Festprogramm., das mit Führer und Orientirungskarte von Dresden und Umgebung verbunden ist, wird allen mit der Festkarte versehenen Sängern unentgeldlich geliefert. - Wie aus Wien geschrieben wird, soll der dortige Männergesangverein auf besonderen Wunsch des Eigethümers in die Villa Renz dicht am Festplatze einquartirt werden.
[] Wochenblatt für Asch und Umgebung. Nr. 35 Mittwoch, den 3. Mai 1865 google books

--- Wie aus Königsberg gemeldet wird, zieht sich der Direktor R e n z gänzlich auf seine Villa bei Dresden zurück und überläßt sein Geschäft seinem Neffen Francois. Am 6. d. M. leitete er in Königsberg die Vorstellung seiner Gesellschaft zum letzten Mal.
[] Fremden-Blatt. Nr. 166. XXI. Jahrg. Wien, Mittwoch 19. Juni 1867 google books

Am verwichenen Sonnabend waren es 25 Jahre, daß Herr E r n st  R e n z, als selbständiger Direktor einer Kunstreitergesellschaft, in München die erste Vorstellung gab. Der Marstall des neuen Unternehmens zählte sechs Pferde, und die Gesellschft selbst bestand, außer dem Director und seiner Frau, aus vier Mitgliedern. Die Energie und Geschicklichkeit des Hernn Renz auf dem gebiete seiner Kunst hat jenen bescheidenen Anfang einer Entwicklung zugeführt, die auf diesem Felde unerreicht blieb. Der Circus Renz hat die Concurrenten der ganzen Welt überflügelt, und selbst der Director Dejean, der Koryphäe Frankreichs, mußte schon vor zwanzig Jahren neben dem Circus Renz die Segel streichen. - Es war selbstverständlich daß dieser Tag der Erinnerung durch ein besonderes Fest geweiht werde, und es fügte sich gar trefflich, daß die Feier hier in Berlin stattfand, wo der Direktor Renz sich schon längst Bürgerrechte erworben hat. der Circus war mit Guirlanden, Fahnen und Wappenschildern reich und geschmackvoll ausgeschmückt, selbst auf den Sand der Manege hatte eine geschickte Hand mit frischen Sägespänen ein mächtiges Roß bildlich dargestellt. Die Vorstellung übertraf durch Abwechslung, durch die Vollendung der Leistungen durch Vorführung der edelsten Pferde, durch die Pracht der Kostüme wohl Alles, was bisher in diesem Genre zur Schau geboten wurde. Zum Schluß erschien, unter dem stürmischsten Beifall des vollen Hauses, der Director Renz selbst und führte in Freiheit dressirte Pferde vor. Kaum waren die edlen Thiere ihren Ställen zugeeilt, als die sämmtlichen Herren und Damen der Gesellschaft sich um den Jubilar gruppirten, während Frau Renz mit ihrem jüngsten Töchterchen Platz an der Seite ihres Gatten nahm. Jetzt trat ein Herr vor, der ein Festgedicht vortrug, mit welchem die hiesigen Verehrer des Jubilars demselben ein prächtig gesatteltes, kostbares Vollblutspferd schenkten. Die letzten Verse des Gedichtes brachten ein Lebehoch auf den herrn renz aus, in welches das Publikum donnernd einstimmte. Der Jubilar erwiderte diese Huldigung mit Ausbringung eines Hoch's auf die Stadt Berlin. Der in dem Gedichte ferner ausgedrückte Wunsch, daß der Jubilar dem Pferde einen Namen geben möge, erfüllte Herr Renz damit, daß er dasselbe "Berlin" taufte. Auch von den Gesellschaftsmitgliedern wurde mit einer herzlichen Ansprache dem Director ein silbernes Sevice als Präsent überreicht. Die Theilname des Publikums für das Fest giebt das beste Zeugniß von der Beliebtheit und Verehrung, die sich Herr Renz in einer Reihe von Jahren durch seine unerreichten, auch dem Dienste der Wohlthätigkeit, so häufig gewidmeten Vorstellungen in der norddeutschen Metropole erworben hat.
[] Berliner Gerichts-Zeitung. No. 38 18. Jahrgang. Dienstag, den 29. März 1870 google books

Feuilleton. ... - Daß sich in Dresden der Kunstgeschmack bedenklich verschlechtert hat und nicht wirklich "pferdemäßig" geworden ist, zeigte sich bei der Anwesenheit des C i r c u s  R e n z, wo das Publikum sich massenhaft zu Pferden, Kameelen und Hanswürsten drängte und entzückt über das tragische durch Reifen war, während unsere Theater bei edler geboteneen Kunstgenüssen, doch ohne Pferdemusik, leer blieben. - Wir geben deshalb unserm fleißigen R e s m ü l l e r den Rath, für sein Sommertheater schleunigst einige Rudelbrettschimmel, Kameele und Hanswürste anzuschaffen, vielleicht zieht das den "Pferdegeschmack" an. ...
[] Der Calculator an der Elbe. Zwanglose Blätter zum Lachen und Aergern. Amtsblatt des Magistrates von Krähwinkel. V. Jahrgang. No 247. 1877. S. 986 google books

Aus Sachsen. Dresden. Im Villen-Viertel hinter der Schillerstraße herrscht unter den gutsituirten Bewohnern desselben keine geringe Aufregung über den Entschluß des jüdischen Cartonnagen-Fabrikanten J e a n  S ch e r b e l, das von ihm angekaufte ehemals Renz'sche Grundstück in Fabrikanlagen verwandeln zu wollen. Die Umwohnenden haben gegen diese Absicht entschieden Verwahrung eingelegt und bleibt es abzuwarten, ob die Genehmigung nichtsdestweniger ertheilt werden wird. Auch die Militärbehörde scheint kein Freund dieser Idee zu sein, da sie mit Recht Unzukömmlichkeiten befürchtet, wenn in der Nähe der Casernen Hunderte von Fabrikmädchen beschäftigt werden und dann Abends ihre  Allotrin treiben. Der Character des ganzen Viertels würde damit mit e i n e m Schlage ein ganz anderer, wie nicht näher auseinandergesetzt zu werden braucht.
[] Deutsche Reform. Organ der Deutschen Reform-Partei, Chef-Redacteur: Alexander Pinkert, Nr. 23, Dresden 20. März 1881 google books

Vermischte Nachrichten. (Ernst Renz †) Berlin, 8. März. Ueber den in der Nacht zum Sonntag verstorbenen D i r ek t or  E r n st  R e n z bringt das "Berl. Tagebl." eine Reihe biographischer Mittheilungen, denen wir Folgendes entnehmen: Ernst Renz war ein geborener Badenser, er wurde im Jahre 1815 bei Bruchsal, als Sohn eines mit einer zahlreichen Kinderschaar gesegneten Elternpaares geboren. Schon als fünfjähriger Knabe erwachte in ihm der Hang zur Gymnastik, der völlig zum Durchbruch kam, als die Kunstreiter- und Seiltänzer-Gesellschaft Marvall in seiner Geburtsstadt Vorstellung gab. Marvall wurde auf die Talente des Knaben aufmerksam und nach Rücksprache desselben mit dem Vater, trat er bei diesem Manne als Lehrling ein. Als sich nach 5 Jahren diese Gesellschaft auflöste, kam er als Lehrling zu der besser situirten Koch'schen Gesellschaft, wo er den Grund zu seiner späteren Karriere legte. Nach 2 Jahren überließ Koch gegen eine Abstandssumme den jetzt dreizehnjährigen Künstler dem Direktor Brilloff. Hier begann für Ernst Renz seine Glanzzeit als Artist. Er wurde ein ausgezeichneter Seiltänzer und Equilibrist, ein brillanter Force-Reiter und Grotesk-Springer. Auf dem Drahtseil war Renz der erste Künstler, in jeder Beziehung dieses Wortes. Fünfzehn Jahre alt, machte er heimlich, ohne Wissen seines Direktors, die ersten versuche in der Pferdedressur; hierbei wurde er von dem Direktor überrascht, der das außerordentliche Talent von Renz sofort erkannte und ihm die Erlaubniß ertheilte, sich fortan mit der Pferdedressur zu beschäftigen. Als Brilloff im Jahre 1841 starb und in Folge dessen die meisten Mitglieder seiner Gesellschaft anderweitige Engagements annahmen, gründete Renz mit den beiden Brüdern Carré und dem Voltigeur Louis Salamonsky eine gemeinschaftliche Direktion. Die Gesellschaft bestand aus sieben Personen: Renz, beide Carr´s, Salamonsky, den damen renz und Carré, sowie einem Knaben Carré. In Naumburg, wo er die Militärreitbahn zur Benutzung bewilligt erhielt, fand die erste Vorstellung statt. Die Geschäfte gingen aber schlecht und mit abwechselndem Glück zog Renz rastlos 4 Jahre hindurch von Ort zu Ort. Im März 1845 zog die vierfache Direktion in München ein, wo Direktor Soulié bereits einen Zirkus errichtet hatte. Dieser Umstand veranlaßte eine Auseinandersetzung der Direktion, da die übrigen Direktionsmitglieder eine Konkurrenz scheuten. Renz bekam 6 Pferde, diverse Garderoben und hiermit veranstaltete derselbe am 26. März die erste Vorstellung. Renz hatte außer seiner Frau noch vier Artisten. Das Programm bestand aus 16 Piecen. Er für seine Person führte an diesem Abend sieben Piecen aus, damit war der Sieg errungen; nach kurzer zeit war Soulié gezwungen, München zu verlassen, während der neue Direktor Wochen hindurch glänzende Geschäfte machte. Nunmehr wurden München, Breslau, Magdeburg und Dresden die Hauptplätze seiner Thätigkeit. Im Jahre 1847 traf Renz zum ersten Male mit seiner Gesellschaft in Berlin ein, wo er in einem provisorischen Zirkus auf dem Dönhoffsplatz seine Vorstellungen eröffnete. 1849 spielte er in einem provisorischen Zirkus in der Charlottenstraße und im Jahre 1850 hatte er mit Dejean eine gefährliche Konkurrenz auszufechten. Der Name Renz hatte aber schon zu jener Zeit einen so guten Klang, und seine Leistungen waren denjenigen Dejean's so überlegen, daß sich das Publikum vollständig für Renz erklärte. Im folgenden Jahre unterlag dejean vollständig, so daß er seinen Zirkus, der damals an der Stelle stand, wo heut der Bahnhof Friedrichstraße liegt, freiwillig an renz abtrat. Seitdem hat Renz den ersten ersten Platz in Berlin behauptet, obwohl viele Versuche unternommen worden sind, um ihn von demselben zu verdrängen. Im Jahre 1874 zog Renz in den von Salamonsky verlassenen Markthallen-Zirkus ein und feierte dort Jahr für Jahr große Triumphe und führte daselbst die schon im alten Zirkus in der Friedrichstraße kulitivirten Pantomimen in einer Großartigkeit und in einer Pracht der Ausstattung ein, die sich eben nur ein Unternehmer leisten konnte, der über ein Vermögen von mehreren Millionen verfügt, der aber auch nicht davor zurückschreckt, die größten Summen zur Durchführung seiner Pläne zu wagen. Seine Triumphe steigerten sich noch, als er vor zwei Jahren seine Vorstellungen in dem gänzlich renovirten und mächtig erweiterten Zirkus eröffnete, und welch' grandioses Schauspiel der unermüdliche Meister in der sog. Wasserpantomime bot, steht noch in frischer Erinnerung. Ernst Renz hinterläßt 4 Kinder, die beiden Söhne Franz und Adolf, und 2 Töchter, die verwittwete Amanda Hager und Frau Henriette Luhn, die Gattin eines hiesigen Kaufmanns.
[] Augsburger Neueste Nachrichten, Nr. 82 Mittwoch, den 6. April 1892 google books

Ernst Renz. Das gütige Geschick, das während seines ganzen Lebens dem "Altmeister" Renz treu geblieben, hat es bestimmt, daß er in der Stadt sein Leben beschließen sollte, die er wol als die Wiege seines Ruhmes und als seine zweite Vaterstadt betrachten durfte, in Berlin. Im Alter von 77 Jahren erlag Renz in der Nacht zum 3. April einer Erkältungskrankheit, ruhig und gefaßt dem Tode entgegensehend. Mit ihm ist eine der populärsten Personen Deutschlands, ja Europas vom irdischen Schauplatz abgetreten, und ohne Pessimist zu sein, kann man vielleicht behaupten, daß mit dem Tode dieses Mannes auch der Niedergang der Circuskunst beginnt, nicht etwa weil Renz unersetzlich wäre, sondern weil Zeitverhältnisse und Geschmacksrichtung des Publikums andere geworden sind und der Nimbus verloren geht, der sich für den Circus an die Person des berühmten Directors knüpfte. Seinen Ruhm und seine Erfolge hat sich auch Renz, wie viele andern Leute, sehr mühsam erwerben müssen. Sein größtes Verdienst aber ist es, sich viele Jahrzehnte lang auf der Höhe seines Ruhmes gehalten zu haben. Diese Ausdauer in der Culmination istbekanntlich viel, viel schwerer als die Erreichung des Culminationspunktes selbst.
   Renz stammt nicht aus einer Artistenfamilie, und aus freier Neigung, die sich schon in jugendlichem Alter bei ihm zeigte, hat er sich seinem Berufe gewidmet. Er wurde im Jahre 1815 im badischen geboren und erregte schon als fünfjähriger Knabe durch seine Geschicklichkeit und Vorliebe für akrobatische Kunststücke die Aufmerksamkeit eines herumziehenden Circusdirectors so sehr, daß dieser ihn als Lehrling mit sich nahm. Renz leistete hervorragendes als Drahtseilkünstler, aber auch als Parforcereiter. In seinem fünfzehnten Lebensjahre begann er sich in der Pferdedressur zu üben, die er bekanntlich auf den höchsten Grad von Vollendung gebracht hat, und der er vor allem seine spätern außerordentlichen Erfolge verdankt. Er blieb bis zum Jahre 1841 einer der Hauptartisten des damaligen größten deutschen Circus von Brilloff; als dann sein Director starb, vereinigte er sich zu eigener Geschäftsführung mit einer Anzahl von Kunstgenossen, die ebenfalls später  bedeutende Erfolge aufzuweisen hatten, wenn es ihnen auch niemals gelang, Renz zu überflügeln. Es waren dies Salomonski und die Gebrüder Carré.
   Das Compagniegeschäft, das vier jahre dauerte, hatte keine besondern Erfolge. Renz trennte sich von seinen Theilhabern und unterfing sich, mit sechs Pferden und vier Artisten in München dem damals sehr bekannten und renommirten Circus Soulie Concurrenz zu machen. Die großartige Pferdedressur, die Renz selbst vorführte, verhalf ihm zum Siege. München, Dresden, Breslau, Magdeburg wurden jetzt die Orte, an denen der neue Director sich immer neue Erfolge holte. Im Jahre 1847 kam er zum ersten mal nach Berlin, aber drei Jahre später hatte er hier einen Kampf auf Tod und Leben auszufechten, der über seine ganze Zukunft entschied und mit einem glänzenden Siege des deutschen Circusdirectors Renz gegenüber dem Franzosen Dejean endete.
   Das Berlin jener zeit hält gar keinem Vergleich mit dem heutigen aus. In jener politisch stillen Zeit gab es nur eine sache, die die Gebildeten aufregte und sie veranlaßte, sich in Parteien zu spalten, die sich öffentlich auf das schärfste befehdeten: das waren die öffentlichen Schaustellungen. Das Theater und der Circus nahmen das öffentliche Interesse fast allein in Anspruch. Es gab Parteien, die für alles neue schwärmten, und Parteien, die am alten zäh festhielten, es gab Schwärmer für das damals in Berlin sehr mächtige Franzosenthum und für das Deutschthum, und auch Renz kam in diese Kämpfe hinein. Der Circusdirector Dejean wargroßartiger in der "Mache", in der Ausstattung und in der Costümirung, der Director Renz großartiger in seinen Productionen, vor allem in seiner herrlichen Pferdedressur. Es entbrannte ein kampf in Berlin, der mit Hülfe der zeitungen, der Debatten in öffentlichen Lokalen und Gesellschaften geführt wurde, und Renz war gezwungen, Dejean zu übertrumpfen, wollte er nicht seine Anhänger und sich selbst dem öffentlichen Gespötte preisgeben. Das berliner Publikum machte in dieser Angelegenheit einige Wochen lang den Richter. Dejean bot alles auf, um den Sieg davonzutragen, das Publikum aber erklärte sich schließlich mit solcher Majorität für Renz, daß Dejean freiwillig das Schlachtfeld räumte und sogar sein Circusgebäude an Renz überließ.
   Dieser Triumph war der Anfang der renz'schen Glanzepoche, die bis heute gedauert hat. So oft Renz nach Berlin kam, feierte er neue Triumphe, und Titel, Vermögen, Ehre waren sein Leben. Es wäre zwecklos, hier über die Erfolge der letzten Jahre ausführlich zu sprechen; sie sind den Lesern aus eigener Erfahrung und Anschauung bekannt.
   renz besaß eigene Circusgebäulichkeiten nicht nur in Berlin, sondern auch in Wien, Hamburg und Breslau. Sein Tod hat weit über die Granzen Deutschlands hinaus Aufsehen erregt, denn, wie bereits erwähnt, schied mit diesem Manne eine der populärsten, aber auch beliebtesten Persönlichkeiten aus dem Leben.
[] Illustrirte Zeitung, Nr. 2546 98. Bd., 16. April 1892 google books

* (E i n  e i n t r ä g l i ch e s  G e s ch ä f t) Durch eine Amtshandlung des Wiener Gerichts, das einen Vormund für dort lebende Enkel des bekannten Cirkusdirektors Ernst R e n z estellte, erfährt man jetzt, daß der alte Renz bei seinem Tode seinen Kindern rund  1 6  M i l l i o n e n  M a r k hinterließ.
[] Forchheimer Zeitung, Nr. 249, Freitag, den 26. Oktober 1894 google books

Ein Wiener Gericht bestellte jüngst einen Vormund für dort lebende Enkel des "alten" Circus-Direktord Renz. Bei dieser Gelegenheit erführ man, daß die "Reiterei" dem alten Renz - 16 Millionen Mark "abgeworfen" hat.
[] Tag- und Anzeigblatt, No. 246, Dillingen, Sonntag den 28. Oktober 1894 google books

Adressbucheinträge

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1850
Bautznerstraße 37
- parzelliert in 708, 709, 714A bis 714R und weitere, 709 beginnt an der Priesnitzbrücke, 714 beginnt an der Sandgasse
Bautznerstraße 37 (714r)
- G. T. Bienert

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1851
Bautznerstraße 37
- parzelliert in 708, 709, 714A bis 714R und weitere
Bautznerstraße 37 (714R) (Baustelle)
- E Bienert

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1852
Bautznerstraße 37
- parzelliert in 708, 709, 714A bis 714R und weitere
Bautznerstraße 37 (714R) (Baustelle)
- Egth. Schumann, verehel.

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1853
Bautznerstraße 37
- parzelliert in 708, 709, 714A bis 714R und weitere
Bautznerstraße 37 (714R)
- Egth. Borisch, Brauh.
- Gust. S. G. Fiedler, K. Berg-Commiss. pt. v. Ostern an

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1854
Bautznerstraße 37
- parzelliert in 708, 709, 714A bis 714R und weitere
Bautznerstraße 37 (714R)
- Egth. Johs. Ruoff, Brauh.
- Gust. Fiedler, D., Berg-Commiss. 1.

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1855
Bautznerstraße 37
- parzelliert in 708, 709, 714A bis 714R und weitere

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1856
äußere Bautznerstraße 16 (  22,33.    714.) (Baustelle)
- E C. Renz, Bereiter
- 714 parzelliert mit und ohne Buchstaben

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1857
äußere Bautznerstraße 16 (  22,33.    714R.)
- E C. Renz, Bereiter

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1858
äußere Bautznerstraße 16 (3.  1100,74.    714R.)
- E C. Renz, Bereiter

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1859
äußere Bautznerstraße 16 (3.  1100,74.    714R.)
- E C. Renz, Bereiter

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1860
Schillerstraße 16 (3.  1100,74.    (714R) 870.)
- E C. Renz, Bereiter

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1861
Schillerstraße 16 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E C. Renz, Bereiter

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1862
Schillerstraße 16 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E C. Renz, Bereiter

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1863
Schillerstraße 16 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E C. Renz, Bereiter

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1864
Schillerstraße 16 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E C. Renz, Bereiter (Auswärts)

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1865
Schillerstraße 16 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E C. Renz, Bereiter (Auswärts)

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1866
Schillerstraße 16 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E C. Renz, Bereiter (Auswärts)

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1867
Schillerstraße 16 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E E. Renz, Bereiter (auswärts)
- I. Bank-Director Köhne, (Sommerwohnung) (C. W. Köhne, Sächs. Bank)

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1868
Schillerstraße 16 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E E. Renz, Bereiter (auswärts)
- p. Gärtner Paulig
- I. Bank-Director Köhne, (Sommerwohnung)

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1869
Schillerstraße 16 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E E. Renz, Bereiter (auswärts)
- p. Gärtner Paulig
- I. Bank-Director Köhne, (Sommerwohnung)

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1870
Schillerstraße 16 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E E. Renz, Bereiter (auswärts)
- p. Gärtner Paulig
- I. Bank-Dir. Köhne, (Sommerwohnung)

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1871
Schillerstraße 16 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E E. Renz, Bereiter (auswärts)
- p. Gärtner Paulig
- I. Bank-Dir. Köhne, (Sommerwohnung)

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1872
Schillerstraße 16 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E E. Renz, Bereiter (auswärts)
- p. Gärtner Paulig

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1873
Schillerstraße 16 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E Kaufm. Glieb. Selmar A. Scharnke, (Striegau)
- p. Gärtner Paulig

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1874
Schillerstraße 16 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E p. Kaufm. Glieb. Selmar A. Scharnke

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1875
Schillerstraße 17 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E p. Kaufm. Glieb. Selmar A. Scharnke

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1876
Schillerstraße 17 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E p. Kaufm. Glieb. Selmar A. Scharnke

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1877
Schillerstraße 17 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E p. Kaufm. Glieb. Selmar A. Scharnke

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1878
Schillerstraße 17 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E p. Kaufm. Glieb. Selmar A. Scharnke

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1880
Schillerstraße 17 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E p. Kaufm. Glieb. Selmar A. Scharnke

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1881
Schillerstraße 17 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E p. Kaufm. Glieb. Selmar A. Scharnke

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1882
Schillerstraße 17 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E p. Kaufm. Glieb. Selmar A. Scharnke

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1883
Schillerstraße 17 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E p. Kaufm. Glieb. Selmar A. Scharnke
- A Oberst z. D. Plötz, (Schillerstraße 19)
- Kuhnert, Privatus

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1884
Schillerstraße 17 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E p. Kaufm. Glieb. Selmar A. Scharnke
- A Oberst z. D. Plötz, (Schillerstraße 19)

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1885
Schillerstraße 17 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E p. Kaufm. Glieb. Selmar A. Scharnke
- A Oberst z. D. Plötz, (Schillerstraße 19)

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1886
Schillerstraße 17 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E Apotheker J. W. Hugo Roesner, (Neumarkt 8, v. Ostern an hier p.) (Salomonis-Apotheke)
- p. Kfm. Scharnke

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1887
Schillerstraße 17 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E p. Apotheker J. W. Hugo Roesner
- p. Arbtr. Böthig
- p. Partik. verw. Petzold
- I. Hptm. Netto

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1888
Schillerstraße 17 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E p. Apotheker J. W. Hugo Roesner
- p. Arbtr. Böthig
- p. Partik. verw. Petzold
- I. Hptm. Netto

Adreß- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden für das Jahr 1889
Schillerstraße 17 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E p. Apotheker J. W. Hugo Roesner
- p. Partik. verw. Petzold
- I. Hptm. Netto
- HG p. Tischlergeh. Müller

Wohnungs- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Residenz- und Hauptstadt Dresden für das Jahr 1890
Schillerstraße 17 (3.  1104.G.20,25.    870.)
- E p. Apotheker J. W. Hugo Roesner
- p. Partik. verw. Petzold
- I. Hptm. Netto
- HG p. Tischlergeh. Müller

Wohnungs- und Geschäfts-Handbuch der königlichen Residenz- und Hauptstadt Dresden für das Jahr 1895
- Privatus Frz. Jul. Renz, Fürstenstr. 83 I.
Schillerstraße 35 (1104.G.20,25.    870.)
- E p. Apotheker J. W. Hugo Roesner
- HG p. Hausmann Müller

Adreßbuch für Dresden und seine Vororte 1900
Schillerstraße 35 (Ant. B433    1104.G.20,25.    870.)
- E p. Apotheker J. W. Hugo Roesner
- I. Ober-Leutn. Paul v. Anderten
- II. Ober-Leutn. Curt v. Dambrowski
- III. Lehrer Emil Bär
- HG p. Hausmann Gustav Krause

Adreßbuch für Dresden und seine Vororte 1905
Schillerstraße 35 (Ant. B433    2584,02.    870.)
- E p. Apotheker J. W. Hugo Roesner
- I. Stabsarzt Dr. med. C. Knaw
- II. Major Willibald Haasmann
- III. Schriftstellerin Hedw. Matthes
- HG I. Gärtnergehilfe u. Hausmann August Fischer

Adreßbuch für Dresden und seine Vororte 1910
Schillerstraße 35 (Ant. B433    2584,02.    870.)
- E p. priv. Apotheker J. W. Hugo Roesner
- I. Major Johannes Rothe
- II. Priv. Friedericke v. Rostitz und Jänckendorf
- III. Schriftstellerin Hedw. Matthes
- III. Weichenw. Hugo Hünig
- SG p. Scharw.-Maurer Max Fritzsche

Adreßbuch für Dresden und seine Vororte 1915
Schillerstraße 35 (Ant. B433    2577,47.    870.)
- E Rittergutsb. Frz. Friedrich Schatz, Niederschöna
- V Kfm. Bruno Bach, Wettinerstr. 13
- Eg Major Curt Wagner
- I. Major Johannes Rothe
- SG Eg Schlosserg. Ct. Weiß

Adreßbuch für Dresden und seine Vororte 1920
Schillerstraße 35 (Ant. B433    2577,47.    870.)
- E Rittergutsb. Frz. Friedrich Schatz, Niederschöna
- V Otto Korb, Baumstr., Grillparzerstr. 9
- Eg Major z. D. Curt Wagner
- i: Generalmajor z. D. Friedrich Pudor
- II. Generalmajor z. D. Otto Schack
- III. Poliz.-Wachtmstr. Otto Stiebing
- III. Bäcker Willy Holland, s. Nachtr
- SG Eg Werkmstr. Reinhold Schneider

Adressbuch Dresden Vororte und Freital 1925 1926
Schillerstraße 35 (Ant. B433    870.)
- E Verein zur Förderung der Deutschen Werkstelle für Fabkunde e. V.
- II. V Prof. Otto Krüger
- Eg u. II, Deutsche Werkstelle für Farbkunde
- I. Generalmajor a. D. Friedrich Pudor
- I?. Biergroßhdlr. Wlt. Hecht
- III. Postaush. P. Stephan
- SG Eg Werkmstr. Hermann Richter

Adressbuch Dresden Vororte und Freital 1930
Bautzner Straße 125 (Ant. B433    870.)
- E Verein zur Förderung der Deutschen Werkstelle für Fabkunde e. V.
- II. V Prof. Otto Krüger
- Eg u. II, Deutsche Werkstelle für Farbkunde
- I. Kfm. Gerhard Laible
- III. Arbtr. Paul Stephan
- SG Eg Hilfsheiz. Alfr. Wojack

Adreßbuch der Landeshauptstadt Dresden Vororte Freital Radebeul 1935
Bautzner Straße 125 (Nst.433    870.)
- E Verein zur Förderung der Deutschen Werkstelle für Fabkunde e. V.
- V Justizrat Rechtsanw. Dr. jur. Alfred Leuthold, Waisenhausstr. 17
- Eg u. II, Deutsche Werkstelle für Farbkunde, R. B.
- I. Oberst Johann Pflugbeil
- II. Prof. Otto Krüger
- III. Arbtr. Paul Stephan
- III. Wirtschaft. Marie Matthes
- SG Eg Kraftwgf. Georg Isaak

Adreßbuch der Landeshauptstadt Dresden Vororte Freital Radebeul mit umliegenden 6 Städten und 24 Gemeinden 1940
Bautzner Straße 125 (Nst.433    870.)
- E OBGer.-Rat a. D., Rechtsanw. Dr. jur. H. W. Hermann Wittmaack, Kanzlei Prager str. 17
- V Kanzleivorst. Erich Boden, Carlowitzstr. 31
- Eg u. II, Deutsche Werkstelle für Farbkunde, R. B.

Adreßbuch der Landeshauptstadt Dresden Vororte Freital Radebeul mit umliegenden 6 Städten und 24 Gemeinden 1943 1944
Bautzner Straße 125 (Nst.433    870.)
- E OBGer.-Rat a. D., Rechtsanw. Dr. jur. H. W. Hermann Wittmaack, Zeschaustr. 4
- V Erich Boden, Carlowitzstr. 31
- Eg etc. Heim der Frauenwohnungshilfe

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